Projekte der UrlaubsRanger 2007: Fledermäuse

3. Juli 2007

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Fledermausquartiere suchen
Mit Unterstützung der Urlauber in Göhren wollen die UrlaubsRanger Daten darüber sammeln, wo die verschiedenen Fledermausarten, wie „Abendsegler“ und Co. ihre Schlafquartiere haben. Bestimmte Arten machen es sich zum Beispiel tagsüber in Spechthöhlen gemütlich. Ausgestattet mit „Bat- Detektoren“ werden die UrlaubsRanger auf „Lauschangriff“ gehen, um die Tiere ausfindig zu machen und zu identifizieren.
Diese Informationen liefern sie dann an das Biosphärenreservat, wo sie einen großen Wert bei den Schutzmaßnahmen für die geheimnisvollen und sehr nützlichen „flatternden Säugetiere“ haben.
Tatjana Schmidt

Projekte der UrlaubsRanger 2007: Tastpfad

3. Juli 2007

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Tastpfadbau
Heutzutage kommt es häufig vor, dass Kinder, statt draußen zu spielen, nur vor dem Bildschirm sitzen. Viele Dinge in der Natur bleiben ihnen fremd. Im Discover Rügen „Beach Camp“ können die Kleinen spielerisch die Natur erkunden und lernen dabei ihre Sinne wieder für die kleinen Wunder vor der Haustür zu öffnen. Das Biosphärenreservat unterstützt die UrlaubsRanger beim Ausbau ihres Tastpfades, auf dem die Kinder barfuß über Zapfen, Sand etc. laufen und dabei raten müssen, was sie da unter ihren Füssen fühlen. Weitere Spiele, welche die Sinne schärfen wie z.B. ein „Hör- Memory“ und ein richtiges Forscherlabor erwarten die Kleinen im „Beach Camp“ (Nordstrand, Göhren).

Tatjana Schmidt

Projekte der UrlaubsRanger 2007: Vögel

3. Juli 2007

Nisthilfen bauen
Der Bestand vieler Vogelarten geht zurück, weil durch die zunehmende, „vogelunfreundliche“ Bebauung keine Nistplätze mehr für sie zur Verfügung stehen. In „Nisthilfen- Workshops“ im „Beach Camp“ (Nordstrand, Göhren) von Discover Rügen können die Urlauber lernen, welche Vogelarten welche Art von Nistkästen oder Nisthilfen benötigen. Sogar Fledermaus- Quartiere werden hier gebaut und später aufgehängt. Das Team hofft auf zahlreiche Helfer, die sich in ihrem Urlaub für den Vogel – und Fledermausschutz einsetzen möchten. Gehen Sie mit dem guten Gefühl nach Hause, etwas für die Natur getan zu haben!
Tatjana Schmidt

Wilde Tiere im Verborgenen…

2. Juli 2007

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Was gibt es nicht alles im Verborgenen des Waldes zu entdecken! Kein Wunder, dass die kleinen Forscher so aus dem Häuschen sind. Da wuseln eine Menge Asseln verschiedener Arten unter dem Totholz herum. Eine Spinne – oder ist es ein Weberknecht? – stakst auf ihren langen Beinen davon. Viele winzige Springschwänze hopsen emsig zwischen den am Boden liegenden Laubblättern umher, und auch Steinläufer sowie Tausendfüßer suchen schleunigst das Weite. Man muss sich also beeilen und auf der Hut sein, um ja keines dieser Krabbeltierchen zu verpassen. Und so springen die Nachwuchs-Ranger umher, fangen hier und dort eine neue Entdeckung mit ihren Lupengläsern ein und präsentieren ihre Erfolge stolz der UrlaubsRangerin Sibylle. Was sie ihnen darauf zu erzählen hat, lässt sie nur staunen: zum Beispiel, dass in nicht einmal einem halben Kubikmeter Waldboden an die 50.000 Springschwänze leben!

Zum Glück gibt es auch Waldbewohner, die nicht gleich davonstürmen und somit in aller Ruhe betrachtet werden können. Ein Mädchen trägt ganz verzückt eine kleine dunkelgraue Kugel in ihrem Glas umher. Diesen “Saftkugler” muss sie unbedingt jedem in der Gruppe zeigen! Ob an Bäumen, im Totholz oder Laub – überall gibt es interessante Schnecken in den verschiedensten Formen und Farben. Eine Mutter, die zunächst etwas skeptisch über die Aktion dachte, ist inzwischen genauso fleißig und begeistert wie die anderen Sammler. Und so muss die UrlaubsRangerin all ihre Überredungskünste aufbieten, um ihre Gruppe zur Rückkehr in das Beach Camp zu bewegen. Aber dort warten schließlich auch noch faszinierende Entdeckungen unter dem Binokular auf sie…

Veronika Bellen

Abenteuer Wildnis

27. Juni 2007

Nur die mutigsten Kinder haben sich diesem Abenteuer gestellt:

Ein Tag in der Wildnis mit den UrlaubsRangern Alberto und Nicole. Nach der Ankunft im Basislager der UrlaubsRanger, dem Beach Camp, wurde jedes Kind mit einem „survival kit“ („Überlebenspaket“) ausgestattet. Ein Tarnumhang, Seile, Verpflegung et cetera. Streng verboten bei diesem Ausflug waren Handys, Uhren und Ähnliches, denn ein echter Überlebenskünstler muss lernen auch ohne diese „modernen“ Dinge in der Wildnis zurechtzukommen. Bei unserer Wanderung in den tiefen Wald erklärten Alberto und Nicole uns, wie man die verschiedensten Spuren der Tiere an Bäumen, Büschen und am Boden erkennt und bestimmt.  Dann lernten wir, wie man eine geeignete Stelle für ein Lager findet und, wie man mithilfe der einfachen Ausrüstung und einigen Seilen ein regensicheres Zelt aufbaut. Dabei zeigte uns Alberto besondere Knotentricks, die in unterschiedlichen Situationen nützlich sein können. Auf unserer Naturerkundung durchstreiften wir das Dickicht und schienen uns dabei fast zu verlaufen. Aber Nicole und Alberto machten uns deutlich, wie man mit gewissen Techniken und mit dem Kompass die Orientierung behält. Nach einem Abenteuerspiel und einem leckeren Essen im Lager kamen wir erschöpft und glücklich über unseren aufregenden Tag wieder im Beach Camp an. An dieses Erlebnis werden wir noch lange denken.

27.06.2007

von Tatjana Schmidt/ Urlaubsranger UNESCO Biosphärenreservat Süd-Ost Rügen (www.urlaubsranger.de)

Ostsee-Zeitung: Ranger auf Reptilienschau

22. Juni 2007

Für die Urlauber, die im Sommer als Ranger die Natur Südost-Rügens durchstreifen, gibt es ein neues Projekt: die Suche nach Schlangen.

Von Andreas Küstermann

Seedorf. Treffpunkt “Seedüwel” in Seedorf. Am alten, umgebauten Kriegsfischkutter von 1936 läuft ein buntes Häufchen von jungen Menschen auf. “Unsere Urlaubsranger sind wieder da”, führt Jens Otto, der neue Chef des vormaligen “Family-Clubs” den Namen “Discover Rügen” in der Runde ein. Otto ist Diplomingenieur für Landschaftsplanung und Landschaftsökologie.

“Family-Club war einfach vielen jungen Gästen ‘ohne’ nicht zu vermitteln, daher die Namensänderung”, schiebt knapp der Chef von AVR Ferienanlagen, Georg Heissler nach. “Discover” bedeutet einfach entdecken. Auf Grundlage von Heisslers Idee geht das Projekt Urlaubsranger ins dritte Jahr. Angeboten werden die Exkursionen den eigenen Urlaubern von rund 900 Betten, neuerdings auch ganz Göhren. “Mit NABU und WWF arbeiten wir weiterhin bei den Vogel- und Fledermausprojekten und der Kartierung der Vögel auf der Having zusammen”, informiert Jens Otto auch die eben eingetroffenen Animateure vor ihrer ersten Ausfahrt mit dem Kutter.

Die “Seedüwel” ist das Herzstück der Aktion Urlaubsranger, ohne den nie die Kooperation zwischen Umweltverbänden und Tourismuswirtschaft zustande gekommen wäre. “Nun erfährt das Konzept eine Erweiterung”, verkündet Stefan Woidig von der Biosphärenverwaltung seine Neuigkeiten. “Urlaubsranger sollen für unser Amt Reptilien im Altensien-Seedorfer Hügelland kartieren. Das besondere dürften die ausgelegten Schlangenbretter sein, auf denen die Reptilien die Morgensonne zum Anwärmen nutzen und unter denen sie sich auch verkriechen.” die Schling-Ringelnatter beispielsweise soll in Göhren gesehen worden sein. Urlaubsranger könnten den Nachweis führen, dass das stimmt. Auch die Kartierung von Lesesteinhaufen ist ein wichtiges Element der Standortbestimmung. Bei den Reptilien richtet sich die “Fahndung” im Bereich Südost-Rügen nach der Kreuz-, Knoblauch- und Wechselkröte. “Für die Lautkartierung, also das ‘Verhören’ durch Abspielen aufgezeichneter Stimmen, liegt vom Landesamt für Umwelt, Natur und Geologie eine entsprechende Genehmigung vor”, bestätigt Woidig. “Die letzten Kartierungen fanden 1996 statt und auch das Nacharbeiten und Kontrollieren ist etwas, das wir mit unseren wenigen hauptamtlichen Kräften nicht schaffen würden”, bestätigt der Sprecher das Offenkundige an dieser Aktion, von der alle Seiten profitieren sollen.

Auch das Meereskundemuseum ist nun ins Boot gesprungen: “Sehen unsere Urlaubsranger irgendwo Robben, melden sie die Vorkommnisse dort”, so Georg Heissler. Er bezeichnet Stefan Woidig auch als Premiumpartner des Biosphärenreservates. Urlaubsranger.de ist daher mit den Seiten des Biosphaerenreservat-Suedostruegen.de vernetzt.

Wochenendausgabe, 21./22. Juni 2007

Frankfurter Rundschau: Fair Reisen

16. Juni 2007

Insektenhotels bauen, Schwalbennester zählen

Wer nach Rügen in den Urlaub fährt, kann Strand und Seebad-Atmosphäre erleben, er kann Segeln oder auf den Spuren des Piraten Störtebekers wandeln. Oder aber, er setzt sich aktiv für den Naturschutz ein. Wie das geht? Seit zwei Jahren arbeitet die Appartementvermittlung Rügen (AVR) mit dem Naturschutzbund NABU und dem WWF zusammen- und lässt Urlauber unter Anleitung Schwalbennester zählen, Insektenhotels bauen und die Küstenqualität überprüfen. „Urlaubsranger“ dürfen sie die freiwilligen Ferienhelfer nennen. Statt Badetuch und Strandlektüre haben die umweltfreundlichen Feriengäste Ferngläser, Zähler und Strichlisten dabei. Auf dem „Seedüwel“, einem Motorsegler, erkunden sie die Having, einen besonders schutzwürdigen Teil des Greifswalder Boddens. Ihre Aufgabe: Sie sollen überprüfen, ob sich die Segelschiffe hier an die Fahrbegrenzungen halten, damit die Vögel im Schilf am Uferrand in Ruhe brüten und rasten können. Und zudem dokumentieren, welche Vogelarten sich im Bodden aufhalten- und wie viele. „Die Urlaubsranger führen Protokoll darüber, wann, wo und zu welcher Tageszeit die Tiere unterwegs sind, sie erfassen die Windrichtung und überlegen, weshalb die Vögel gerade an bestimmten Sellen anzutreffen sind“, erläutert Christian Zepf, der das in Deutschland bislang einmalige Projekt zeitweise koordiniert und betreut, „diese Protokolle fließen dann in die wissenschaftliche Arbeit der Naturschutzorganisation mit ein.“ Doch die Urlaubsranger kümmern sich nicht allein um den Schutz der Vögel. Unter Anleitung einer Biologin helfen sie auch die Überwachung der Wasserqualität. Sie entnehmen Proben aus verschiedenen Tiefen, die anschließend analysiert werden. Weit über 1000 Rügen-Besucher, so schätz Jens Otto, der Leiter des Programms „Discover Rügen“, zu dem das Urlaubsrangerangebot gehört, haben sich im vergangenen Jahr aktiv als Urlaubsranger betätigt. Damit auch Wiederholern nicht langweilig wird, kommen immer neue Scherpunkte hinzu. „In diesem Jahr kartieren wir erstmals auch die Vorkommen von Amphibien und Reptilien. Dabei kümmern wir uns insbesondere um seltene Krötenarten, wie die Knoblauchkröte, die Wechselkröte und die Kreuzkröte“ verrät Jens Otto. Ausgebaut werden soll in diesem Jahr auch die Zusammenarbeit mit der Verwaltung des UNESCO Biosphärenreservats Südost-Rügens und mit dem Meeresmuseum in Stralsund.

Rainer Heubeck

Artikel 16.06.2007- Frankfurter Rundschau

Family Club zieht Bilanz

15. September 2006

Für den Family Club im Ostseebad Göhren geht eine erfolgreiche Sommersaison zu Ende. Sportbegeisterte, Kinder und Naturliebhaber kamen bei den vielfältigen Wochenprogrammen voll auf ihre Kosten. Besonderen Zuspruch fand das deutschlandweit bisher einzigartige Projekt „UrlaubsRanger“. In der Zeit von Juni bis Mitte September ließen sich pro Tag durchschnittlich über 40 Urlauber auf das Abenteuer „UrlaubsRanger“ ein.

Das Projekt wurde 2005 vom Family Club zusammen mit WWF und NABU aus der Taufe gehoben. In diesem Jahr bereicherten junge Ökologen aus ganz Deutschland und den USA das Programm und brachten ihren Gästen die Natur Rügens nahe. „Das finde ich toll hier, man geht aus dem Appartement und kann gleich etwas entdecken. So ein Angebot findet man sonst nirgends“, schwärmte die Urlauberin Petra Funke aus Georgsmarienhütte.

Das UrlaubsRanger-Programm war ausgesprochen vielfältig: Neben den Fahrten mit dem traditionellen Marinekutter „Seedüwel“ in Mission des World Wide Fund For Nature (WWF) gehörten die Fledermausnächte zu den absoluten Highlights der Saison. Dabei bekamen die UrlaubsRanger die nächtlichen Jäger nicht nur zu Gesicht. Bewaffnet mit einem Fledermausdetektor ging es hinaus in die Dunkelheit, wo Ultraschallmikrofone die geheimnisvollen Laute der Tiere für menschliche Ohren hörbar machten.

Auch Sport und Fitness kamen im Family Club nicht zu kurz. Jeweils um die 800 Gäste übten sich unter der Anleitung eines vom Deutschen Nordic Walking Verband lizenzierten Trainers in dieser Disziplin oder nahmen an Radtouren durch das Biosphärenreservat Südost-Rügen teil. Hundertprozentig ausgelastet war auch das Personal Training. Sportbegeisterte genossen  in kleinen Gruppen von zwei bis drei Teilnehmern die individuelle Bertreuung eines professionellen Fitnesstrainers und trainierten nach einem speziell auf sie abgestimmten Programm. Etwa 800 Kinder erlebten die Abenteuerinsel Rügen als Piraten, Forscher oder Waldläufer. Immer dabei das Team der staatlich anerkannten Erzieherinnen, die im Family Club für die Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen zuständig sind.

Georg Heissler, Geschäftsführer der Ferienanlagen Rügen im Ostseebad Göhren, ist mit der Bilanz dieser Saison äußerst zufrieden: „Im Vergleich zum Vorjahr sind die Teilnehmerzahlen in allen Bereichen des Clubangebotes erneut gestiegenen. Das ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass wir mit unserem Konzept den Nerv der Urlauber absolut getroffen haben“, ist er sich sicher.

15.09.2006

Katharina Grund / Urlaubsranger UNESCO Biosphärenreservat Süd-Ost Rügen

www.urlaubsranger.de

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