Urlaubsranger

Abenteuer Naturschutz – Die Urlaubsranger im UNESCO Biosphärenreservat Südost-Rügen


Mission Naturschutz – Urlaubsranger auf Rügen

Das einzigartige Projekt ‚Urlaubsranger’ von Discover Rügen lässt Gäste auf Rügen aktiv an Naturschutz-Programmen teilnehmen. Ob Pflanzenexpeditionen, Vogelzählungen, Robben-Monitoring, Fledermausortungen: Unter fachkundiger Begleitung erhält der Urlaubsranger Einblick in die Methodik der wissenschaftlichen Forschung und in die Arbeit aktueller Naturschutz-Projekte. Er hilft aktiv bei der Datenerfassung und leistet so für den regionalen Naturschutz einen wertvollen Beitrag. Und er lernt über die vielfältige Flora und Fauna der Insel - das, was Rügen so besonders macht.

Das bedeutet:

  • einzigartiges Projekt in Deutschland
  • mitten im UNESCO Biosphärenreservat Südost-Rügen
  • junge, motivierte Forscher begeistern und machen Natur erfahrbar
  • Zusammenarbeit mit: Amt für das Biosphärenreservat Südost-Rügen, NABU Rügen, Bundesamt für Naturschutz, Weiße Flotte
  • mitmachen – anpacken - erleben

Gemeinsam stark gegen Müll!

13. Juli 2021

Heute machen wir uns gemeinsam stark gegen Müll. Im NaturErlebnisCamp werden Kinder und Jugendliche für ein paar Stunden zu Umweltschützer. Während dieser Veranstaltung werden wir nicht nur einen Strandabschnitt säubern, sondern auch mehr über die Langlebigkeit unseres Mülls lernen. Jedes Jahr gelangen mehr als zehn Millionen Tonnen Plastikabfälle im Meer. Fragst Du dich nicht welche Risiken für Tiere und Menschen dadurch entstehen? Das Verhalten unserer Wegwerfgesellschaft kostet Millionen von Tieren das Leben.

Plastik wird durch die Sonne und das Salzwasser langsam in immer kleinere Reste, sogenanntes Mikroplastik, zersetzt. Zudem gelangen gelöste Umweltgifte aus den Kunstoffpartikeln, die das Ökosystem schaden. Viele Meerestiere haben große Ansammlungen von Plastik in ihren Mägen, da sie es mit ihrer natürlichen Nahrung verwechseln. Aber auch verloren gegangen Fischernetze – die Geisternetze – stellen für Meeressäuger und Vögel eine tödliche Gefahr dar.

Wie kannst Du nun helfen? Werfe Deinen Müll in den Mülleimer! Weiterhin kannst Du bei lokalen Veranstaltungen vom NABU-Projekt „Meer ohne Plastik“ teilnehmen und die Meere schützen indem Du die Aufräumaktionen unterstützt.

Quelle: Naturschutzbund Deutschland (NABU)(2016): Müllkippe Meer. Wege aus der Plastikflut. 9. Auflage 05/2021. Berlin.

Foto: https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/konsumressourcenmuell/2018_nabu_plakate_w eb_meer.jpeg

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Sichtung melden!

6. Juli 2021

Auf der Insel Rügen und entlang der Ostseeküste werden immer wieder Sichtungen gemeldet über Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale. Das Deutsche Meeresmuseum bittet um Meldungen, egal ob lebendig oder tot. Diese Sichtungen von Meeressäugetieren sind wichtig, um die Aufenthaltsgebiete an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern zu untersuchen.

Hier sind die Telefonnummern für die jeweiligen Sichtungen:

Lebendstrandungen 0173 9688 267 & 03831 2650 3333

Totfund 03831 2650 3333

Oder Du meldest Deine Sichtung mit der App OstSeeTiere per Smartphone.

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Wenn Du eine lebende Robbe am Strand entdeckst, ist es ganz wichtig die folgenden Regeln einzuhalten, um das Wohl des Tieres nicht zu gefährden.

1. Der Fluchtweg ins Wasser muss frei bleiben.

2. Halte mindestens 100 Meter Abstand zum Tier.

3. Berühre und füttere nicht das Tier.

4. Dein Hund ist an der Leine zu führen.

5. Störe das Tier nicht und stelle Dich nicht zwischen Mutter und Jungtier.

Quellen: https://www.deutsches-meeresmuseum.de/wissenschaft/sichtungen/sichtung-melden https://www.deutsches-meeresmuseum.de/wissenschaft/sichtungen/robbensichtung

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Gibt es hier Fischotter?

29. Juni 2021

Die Deutsche Wildtier Stiftung zeichnet den Fischotter (Lutra lutra) zum Tier des Jahres 2021 aus. Mit dieser Auszeichnung wird auf gefährdete und faszinierende Tierarten aufmerksam gemacht. Das Säugetier kommt an Land und im Wasser vor. Der Meisterschwimmer und Fischliebhaber kann auch hier im UNESCO Biosphärenreservat Südost-Rügen beobachtet werden. Er jagt Insekten, Fische und Krebse. Durch die Schwimmhäute an den Pfoten kann er besonders gut schwimmen und tauchen. Sein dichtes Fell ist eine kostbare Besonderheit, das aus bis zu 140 Millionen Haare besteht. Das extrem dichte Fell schützt ihn gegen Nässe und Kälte, da er keine isolierende Fettschicht besitzt. Der Fischotter wurde zum „Tier des Jahres 2021“ gewählt, um auf seine Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Viele Fischotter werden beim Kreuzen einer Straße überfahren. Das Problem ist, dass der Fischotter nicht unter Brücken schwimmt, sondern das Gewässer verlässt und die Straße überquert. Zudem ist der Fischotter überwiegend in der Dämmerung aktiv und ständig auf Nahrungssuche in seinem Revier, wobei er manchmal auch eine Straße überqueren muss. Die Reviere können über mehrere Kilometer groß sein. Weiterhin bevorzugt der Fischotter saubere und natürliche Gewässer, die besonders durch Überdüngung und Siedlungsbau gefährdet sind. Schlussfolgernd, ist es notwendig die Lebensräume des Fischotters zu schützen und Bemühungen anzustellen Schadstoffeinträge zu begrenzen, sowie naturnahe Uferstrukturen zu renaturieren und zu erhalten. Hier in den Naturschutzgebieten des UNESCO-Biosphärenreservats Südost-Rügen, findet der Fischotter besonders naturnahe Lebensräume.

Quelle: https://www.deutschewildtierstiftung.de/aktuelles/der-fischotter-ist-tier-des-jahres-2021

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Bist Du ein Schatzsucher?

22. Juni 2021

Am Ostseestrand können viele Schätze gefunden werden, aber der berühmte Bernstein ist der Größte von allen. Die besten Chancen das fossile Baumharz zu finden, ist nach stürmischen Tagen im Frühling und im Herbst. In diesen Monaten ist das Wasser kälter und hat somit eine größere Dichte als der Bernstein. Das Gold der Ostsee wird dann leichter an die Strände durch Strömungen und Wellen transportiert. In den Sommermonaten ist das Wasser warm, sodass der Bernstein fest auf dem Meeresgrund liegt und nur durch starke Stürme vom Boden hochgewirbelt und an den Strand gespült wird. Nichts destotrotz solltest Du dich als Schatzsucher nicht entmutigen lassen, denn vielleicht wirst Du ja doch im Sommer bei auflandigem Wind noch fündig. Bernsteine können trüb oder klar sein. Es gibt sie in vielen Farbvarianten von hellgelb, orange bis dunkelbraun. Das Gold der Ostsee ist meistens im Spülsaum mit Algen und schwarzem, kohleartigem Holz (Sprockholz) vorzufinden. Meistens sind die Funde klein (3mm – 6cm). Der größte Bernstein, der bis heute an der Küste Rügens angespült wurde, wog 1,686kg. Wenn Du Lust bekommen hast Deinen Ostseeschatz zu finden, komm und besuch uns im Ostseebad Göhren!  

Quelle: Förderverein für das Museum des Geologisch-Paläontologisches Institut der Universität Hamburg e.V. „Arbeitskreis Bernstein“

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Reger Flugverkehr am Strand – Uferschwalben

18. Juni 2021

Ein genauer Blick in die Steilküste lässt erkennen, dass die Uferschwalben (Riparia riparia) aus ihrem Winterquartier zurückgekommen sind und nun ihre Nester hier bauen. Sie sind nur von April bis Oktober zu beobachten. Diese Vögel sind die kleinsten Schwalben in Europa, die Steilhänge wie hier in Göhren oder Lobbe besiedeln. Die Uferschwalben bauen eine bis zu 70 cm lange Bruthöhle in die sandigen und tonigen Schichten der Steilwand. Am Ende der Bruthöhle befindet sich eine Nestkammer, wo vier bis sechs Eier Platz haben. Zur Brutzeit können Vogelliebhaber die Jungvögel am Rand der Brutröhre beobachten. Sie warten schon gespannt auf die Eltern, die kleine Fluginsekten für sie gefangen haben. Aufgrund der Küstendynamik schwinden die Lebensräume und somit auch die Populationsgröße der Uferschwalbe. Nichtsdestotrotz befinden sich die größten Uferschwalben Kolonien an der Ostseeküste.

Quelle: NABU

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Die Baaber Heide – ein Wald auf Dünen

15. Juni 2021

Heute nehme ich Euch mit in ein kleines Naturschutzgebiet, das zwischen dem Ostseebad Baabe und Göhren zu finden ist. Die Baaber Heide ist eine Nehrung, die durch die nacheiszeitliche Entwicklung der Ostsee entstanden. Aber wie war das genau? Aufgrund der Küstenausgleichsprozesse war die Baaber Heide nur wenige Zentimeter über dem Wasserspiegel. Dadurch wurde dieses Gebiet häufig überflutet und Sedimente landeinwärts abgelagert und nach dem Zurückweichen des Wassers entstand ein Strandwallfächer mit einer Breite von über 2 km. In diesem Gebiet sind die abwechselnden Reffen (flache Erhebung durch aufgeworfenes Material) und Riegen (flache Senkungen) gut zu erkennen. Diese besondere Geologie bestimmt auch die Pflanzenwelt. Auf den Reffen sind Blaubeer-Sträuchern und in den Riegen sind Süßgräser zu finden. Als „Heide“ stellt man sich normalerweise eine weite und baumlose Landschaft vor. Die Baaber Heide besteht aber zum großen Teil aus einem Kiefern- und Erlen-Eschenwald. Doch das war nicht immer so: Früher war dieses Gebiet waldfrei und wurde als Viehweide genutzt. Erst im 19. Jahrhundert wurden Bäume gepflanzt, um die Versandung zu stoppen.

Lust bekommen die Baaber Heide mit mir zusammen zu entdecken?

Quelle: Biosphärenreservat Südost-Rügen

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Die Zickerschen Alpen – ein Naturschutzgebiet mit mystischen Erzählungen und einer einzigartigen Biodiversität

11. Juni 2021

Die Zicker Berge oder die Zickerschen Alpen, wie die Einheimischen das hügelige Gebirge auch nennen, befindet sich auf der Halbinsel Mönchgut innerhalb des UNESCO Biosphärenreservat Südost-Rügen. Heute lade ich Euch ein mit mir einige kleine und große Naturwunder kennen zu lernen. Dieses Naturschutzgebiet ist das größte mit 330 ha und besitzt eine unglaubliche Biodiversität. Diese Vielfalt ist durch den Menschen entstanden mit dem Ackerbau und der Beweidung. Die Trocken- und Magerrasenwiesen laden ein in die Ferne oder bis zum nächsten Hügel zu schauen. Diese Wiesen sind besonders im Frühjahr schön, da sie mit Wiesen-Schlüsselblumen übersäet sind. In ganz Norddeutschland ist dieses Gebiet mit den gelblichen Blüten einzigartig. (Siehe Foto). Weiterhin können bis zu neunzig Pflanzenarten bestimmt werden, die auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Arten stehen.

Unterhalb der Zicker Berge am Rügener Bodden befindet sich das sagenumwogende „Nonnenloch“, das eine tiefe Grube in der Steilküste ist. Früher trafen sich die Nonnen aus Bergen und die Mönche von Eldena hier im Mondschein. Viele Sagen und Geschichten sind über diesen mystischen Ort verbreitet. Eine besagt, dass die Nonnen, die von dem geistlichen Weg abgekommen sind, die tiefe Grube hinabgestürzt wurden. Aber Schluss mit den Schauermärchen und zurück zur Natur. Nicht nur die verschiedensten Singvögel können beobachtet werden, sondern auch das Rauwollige Pommersche Landschaf. Diese Herden tragen durch die Beweidung einen großen Beitrag zum Naturschutz in Zicker Bergen (Siehe Foto). Abschließend möchte ich mit dem wunderbaren Rundumblick von dem Bakenberg. Dies ist die höchste Erhebung Mönchguts. Von hier oben sind die umliegenden Orte, die Ostsee, der Bodden, sowie die Insel Usedom oder die Greifswalder Oie zu sehen.  Ein Wanderrundweg kann jeweils von Groß Zicker oder Gager genommen werden, um die Naturwunder der Zickerschen Alpen zu entdecken.

Quelle: Biosphärenreservat Südost-Rügen

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Tag der Ozeane – Happy World Oceans Day!

8. Juni 2021

Unsere Ozeane sind die Heimat von Millionen von Meerestier- und Pflanzenarten. Da wir von der schönen Ostsee umgeben sind, möchte ich Euch mehr über dieses Brackwassermeer und seine Probleme erzählen. Wie Ihr bestimmt wisst, ist der Wasseraustausch zwischen Nord- und Ostsee sehr gering. Deshalb nimmt auch der Salzgehalt von Westen nach Osten stetig ab. Zusätzlich wird die Salinität stark durch den Zufluss von den Süßwasserflüssen der umliegenden Länder beeinflusst. Dies führt zu einer zunehmenden Versüßung der Ostsee. Dieses Phänomen bringt mit sich, dass die Tiere und Pflanzen sich ständig anpassen müssen an die neuentwickelten Gegebenheiten. Hier bei Rügen sehen wir hauptsächlich Fische, die aus dem Süßwasser eingewandert sind wie z.B Zander. Weiterhin finden wir noch die bekannten Arten, die sich der geringen Salzkonzentration angepasst haben: Scholle, Steinbutt, Dorsch und Hering.

Komm und lass uns gemeinsam den einzigartigen Lebensraum – Ostsee entdecken!

Quelle: Reimer, Dietmar (2013). Ostsee – Unterwasserwelt im flachen Küstenbereich. Husum.

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